Nichtsequentielle Systeme und Nebenläufige Prozesse
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Forschungs- und Lehreinheit VII
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V O R L E S U N G

Nichtsequentielle Systeme und nebenläufige Prozesse

Wahlpflichtvorlesung aus dem Bereich III (Theoretische Informatik) im SS01




Dozentin: Dr. Astrid Kiehn

Zeit und Ort:

Hörerkreis:
Studierende im Hauptstudium der Informatik, Studierende im Hauptstudium Mathematik mit Nebenfach Informatik.
Teile dieser Vorlesung bilden die Grundlage des im kommenden Wintersemester angebotenen Theoriepraktikums "Automatische Verifikation reaktiver Systeme". Studierende, die gemäß der für sie zutreffenden Diplom-Studienordnung beabsichtigen, den Schein für Informatik III im WS 01/02 durch Teilnahme an diesem Theoriepraktikum abzudecken, sollten diese Vorlesung unbedingt besuchen, da sie im WS 01/02 nicht angeboten wird.

Übung: Begleitend zur Vorlesung findet eine zweistündige Übung statt. Mit Bestehen der Klausur kann die Vorlesung zusammen mit der Übung als Theoriepraktikum eingebracht werden.


Inhalt:

In modernen Informatik-Systemen spielen sequentielle Programme oft nur noch eine Rolle als Komponenten eines verteilten Systems, in dem nebenläufig mehrere Prozesse ablaufen und interagieren. Die Theorie nebenläufiger Prozesse ist deshalb wesentliche Grundlage modernen Software-Engineerings. Es geht in dieser Theorie nicht um die Entwicklung verteilter oder paralleler Algorithmen sondern um die Beschreibung nebenläufiger Prozesse, also um deren Spezifikation, Analyse und Verifikation.

In dieser Vorlesung werden verschiedenartige, von Daten abstrahierende, formale Modelle (Calculus of Communicating Systems, I/O-Automaten, Petrinetze) für nebenläufige Systeme eingeführt und an ihnen zentrale Anforderungen veranschaulicht und untersucht. Hierzu zählen adequate Verhaltensbeschreibungen, die Austauschbarkeit von gleichartigen Komponenten, die formale Beschreibbarkeit von Systemeigenschaften und deren Verifikation.


Literatur:

Wesentliche Teile der Vorlesung stützen sich auf den Büchern (ausgewählten Kapiteln) von Milner, Lynch, Reisig und Clarke/Grumberg/Peled ab. Mit ihnen ist der Stoff aber nicht vollstäandig abgedeckt.



Astrid Kiehn, 19.01.01