Nichtsequentielle Systeme und Nebenläufige Prozesse (SoSe 98)

Prof. Dr. Dr. h.c. W. Brauer

Bereich:
4 SWS Vorlesung im Bereich Informatik III (Theoretische Informatik)
Wahlpflichtvorlesung im Gebiet Informatik III

Zeit und Ort:
Dienstag, 8.30-10.00 Uhr, Hörsaal 2770
Mittwoch, 8.30-10.00 Uhr, Hörsaal N1189
Beginn: 5. Mai 1998
Am Mittwoch, dem 1. Juli, findet die Vorlesung wegen der IKOM im Hörsaal 1260 statt.

Übung:
Dienstag, 13.00-14.30, Hörsaal 0360
Beginn: 5. Mai 1998

Hörerkreis:
Studierende im Hauptstudium der Informatik, Mathematik oder Informationstechnik

Voraussetzungen:
Vordiplom

Zum Inhalt:
In modernen Informatik-Systemen spielen sequentielle Programme oft nur noch eine untergeordnete Rolle - als Komponenten eines verteilten Systems, in dem nebenlaeufig mehrere Prozesse ablaufen und interagieren. Die Theorie nebenläufiger Prozesse ist deshalb wesentliche Grundlage modernen Software-Engineerings. Es geht in dieser Theorie nicht um die Entwicklung verteilter oder paralleler Algorithmen sondern um die Beschreibung nebenlaeufiger Prozesse in verteilten Systemen, also um Spezifikation, Programmierung, Verifikation, Analyse etc.
Man kann solche Prozessysteme auf zweierlei Weisen betrachten:

Dementsprechend gibt es im wesentlichen zwei verschiedene Theorien: In der Vorlesung wird auf beide Theorien eingegangen.
Begonnen wird mit dem für die Theorie wichtigsten Prozeßkalkül CCS von R. Milner - und nach seinem Buch von 1989 , Kap. 1 - 5 und Kap. 7 (mit einigen Weglassungen). Im zweiten (kürzeren) Teil werden Petrinetze nach dem Buch von Reisig eingeführt und in Beziehung zu CCS gebracht.

Neu: Mit diesem Java-Applet lassen sich Petrinetze konstruieren sowie Abläufe simulieren. Interessant sind auch die vordefinierten Beispiele.

Literatur zur Vorlesung:


Christine Röckl, 1998-06-26